Zentrales Thema eines jeden Strafverfahrens ist der Schuldvorwurf sowie der Strafausspruch gegenüber dem Täter. Das Opfer erscheint im Strafverfahren oft nur am Rande, in der Rolle des Zeugen. In dieser Rolle ist das Opfer den Anzweifelungen der Verfahrensbeteiligten, insbesondere des Verteidigers, ausgeliefert. Das Opfer muss sich nicht beleidigen lassen, muss aber hinnehmen, dass seine Ehrlichkeit angezweifelt wird, dass ihm die Kompetenz bezüglich der eigenen Biographie abgesprochen wird. Diese Erfahrung kann schmerzlich sein und einer Wiederholung der Opferwerdung gleichkommen.

Um diesem unerwünschten Effekt des Strafprozesses auf das Opfer zu begegnen, hat der Gesetzgeber Opferrechte geschaffen, ohne dabei grundsätzliche Rechte des Beschuldigten aufzugeben. Zu den Opferrechten gehört die Möglichkeit, als Nebenkläger am Verfahren teilzunehmen, im Adhäsionsverfahren Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche geltend zu machen und sich während der Vernehmung als Zeuge eines Opferbeistandes zu versichern. Nicht zuletzt kann in geeigneten Fällen auch der Täter-Opfer-Ausgleich der Wahrung der berechtigten Interessen des Opfers dienen.

Nehmen Sie, wenn Sie Opfer geworden sind, Kontakt mit mir auf. Wir unterhalten uns dann über die Möglichkeiten, Ihre Interessen wahrzunehmen. Gerade bei Opfern von Gewalttaten gibt es vielfach die Möglichkeit, dass anwaltliche Hilfe für den Betroffenen kostenlos ist. Außerdem helfe ich Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Opferberatungsstelle, die Sie zwar nicht rechtlich, wohl aber psychologisch oder auch finanziell unterstützt.